Auf der Suche nach neuen Quellen


Inspector Systems schafft neue Qualitätsstandards bei der Prüfung von Offshore-Rohrleitungen


Das Barrel Rohöl steuert derzeit auf die magische Grenze von 100 Dollar zu - mit spürbaren Konsequenzen für Wirtschaft und Verbraucher. In den Fokus bei der Erschließung neuer Vorkommen rücken die Lagerstätten vor der westafrikanischen Küste, die vor diesem Hintergrund immer größere Bedeutung für die künftige globale Energieversorgung gewinnen.

Derzeit wird das Greater Plutonio Ölfeld im Block 18, 177 Kilometer vor der Küste Angolas gelegen, im Auftrage von BP erschlossen. Das Feld umfasst eine Fläche von rund 5.000 km2 bei Wassertiefen um 1.500 Meter. Die Förderanlagen für den kostbaren Rohstoff befinden sich durchweg am Meeresboden.

Von den einzelnen Bohrstellen aus führen Unterwasserleitungen zu einem Hyperflow Riser Tower über eine Länge von 1.200 Metern. Dadurch erreicht das Öl eine schwimmende Produktions-, Vorrats und Verladeeinheit (FPSO = Floating, Production, Storage & Offloading Unit).

Für die Auslegung und Verlegung der Rohrleitungen erhielt das Unternehmen Acergy den Zuschlag. Damit das "Schwarze Gold" aus den Tiefen des Meeres gefördert werden kann, gelangen nur Rohre und Rohrleitungen höchster Güte und Qualität zum Einsatz.

Inspector Systems erhielt den Auftrag zur Kontrolle der Innenbeschichtung der 8"- und 10"-Rohre inklusive der Bögen und schaffte hier neue Standards bei der Verbesserung der Qualitätsanforderungen.

Der Einsatz für INSPECTOR 4000

Für dieses Unternehmen wurde der Video- und Laserinspektionsroboter Typ INSPECTOR 4000 eingesetzt.

Dieser Rohrroboter ist, wie sämtliche Spezialroboter aus Rödermark, flexibel aufgebaut und besteht aus mehreren Antriebselementen.

Diese werden im Einsatz pneumatisch an die Rohrinnenwand gepresst und sind mit einem Inspektionskopf mit Schwenk-/Neigeeinheit und einer hochauflösenden Farbkamera unterwegs.

Zusätzlich ist in den Schwenk- und Neigekopf ein Laser zur Vermessung und Klassifizierung eventueller Schäden integriert. Der Punktlaser erlaubt es Fehlstellen mit einer Ausbreitung > 2 mm zu vermessen. Seine Genauigkeit ist besser als 0.1 mm.

Mithilfe dieses Rohrroboters wurden alle vorgesehenen Rohre (80 Stück je 12 m) und Rohrbögen (50 Stück) auf Fehlstellen der Innenbeschichtung hin inspiziert. Zusätzlich wurden Fehlstellen mit dem Laser vermessen.

Prüfung von Offshore-Rohrleitungen Prüfung von Offshore-Rohrleitungen

PMI-Prüfung der Innenbeschichtung

Die einzelnen Beschädigungen der Innenbeschichtung wurden dann genauer untersucht. Hierfür entwickelte INSPECTOR SYSTEMS in Zusammenarbeit mit Acergy zudem ein Prüfgerät zur PMI- Prüfung der Innenbeschichtung. Mithilfe einer schwach radioaktiven Quelle und eines Detektors wurde eine Spektralanalyse der Beschichtung im Bereich der vorher visuell detektierten Stelle durchgeführt. Die sogenannte "X- Ray Flourescence Spectroscopy".

Durch diese Messmethode wurde der Ferritgehalt in der Inconel-Beschichtung bestimmt. Bei zu hohem Ferritgehalt und in der Folge mögliche Korrosionsschäden wurde dann ein zusätzliches Gladding im Bereich der Fehlstelle von innen aufgeschweißt.

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