Kleinster Schleifroboter sorgt für den letzten Schliff


Rohrroboterfamilie steht für Kernkraftwerksneubau im finnischen Olkiluoto bereit


An der Westküste Finnlands wird auf der Insel Olkiluoto im Bottnischen Meerbusen der dritte Block des Kernkraftwerks Olkiluoto gebaut. AREVA NP wird als Projektführer zusammen mit Siemens den European Pressurized Reactors (EPR) mit einer Leistung von 1.600 MW schlüsselfertig an den finnischen Betreiber TVO übergeben.

Kleinster Schleifroboter sorgt für den letzten Schliff Das deutsch-französische Herstellerkonsortium hat der BHR Hochdruck Rohrleitungsbau GmbH (BHR) eine tragende Rolle in diesem Projekt übertragen. Die BHR fertigt und montiert sämtliche Rohrleitungssysteme für das Reaktorgebäude und die Hilfs- und Nebenanlagen.

INSPECTOR SYSTEMS erhielt von der BHR den Auftrag, die verschiedenen sicherheitsrelevanten Schweißnähte des Rohrleitungssystems im Primärkreislauf von innen zu beschleifen und anschließend vom Schleifstaub zu befreien. Durch das gezielte Beschleifen der innenliegenden Schweißwurzeln wird die Qualität der Rohrleitung erhöht und das Prüfen der Schweißnähte bei wiederkehrenden Prüfungen enorm erleichtert. Insgesamt handelt es sich um über einhundertdreißig Schweißnähte, die während der Rohrleitungsmontage zu bearbeiten sind.

Kleinster Schleifroboter sorgt für den letzten Schliff Die zu beschleifenden Rohre haben einen Durchmesser von DN100 bis DN500 mm. Um diesen Durchmesserbereich abzudecken, entwickelte INSPECTOR SYSTEMS fünf spezielle Schleifroboter und zwei Absaugeinheiten. Gerade in diesem sensiblen Kreislauf müssen die Schweißnähte den hohen Anforderungen an Genauigkeit und Rauheit der Innenoberfläche entsprechen. Daher schaffte einmal mehr die jahrelange Kompetenz von INSPECTOR SYSTEMS eine praxisorientierte Lösung.

Dabei galt es u.a. einen Roboter zu entwickeln, der auf kleinstem Raum trotzdem die benötigte Leistung zum Schleifen der Nähte zur Verfügung stellt. Das Ergebnis war der bislang kleinste Schleifroboter von INSPECTOR SYSTEMS mit einem speziell für diesen Anwendungsfall abgestimmten Schleifmotor.

Kleinster Schleifroboter sorgt für den letzten Schliff Dieser Roboter wird in den DN100 Rohrleitungsabschnitten eingesetzt, welche einen Innendurchmesser von gerade einmal 86 mm haben. Mit diesem Schleifroboter, wie auch mit allen anderen Typen, ist es möglich, Bögen und vertikale Rohrleitungsabschnitte zu durchfahren.

Auch für den Schleifroboter, welcher in den DN150 Rohrleitungsabschnitten zum Einsatz kommt, konnte aufgrund der engen Platzverhältnisse nicht der Standard Schleifmotor eingesetzt werden.

Somit war es notwendig, auch für diesen Durchmesserbereich einen neuen Schleifmotor zu entwickeln. Des weiteren wurde eine platzsparende Motorzustellung für diesen Roboter realisiert.

Die beiden baugleichen Schleifroboter für den Durchmesserbereich von DN200 bis DN300 mm sind mit einer mechanisch verstellbaren Motorzustellung ausgestattet, um den großen Durchmesserbereich zu überbrücken. Hinzu kommen die bewährte Konstruktion mit leistungsstarkem Schleifmotor sowie ein bogen- und steigfähiges Design der Roboter.

Knifflig wurde es auch bei den Nennweiten von DN500 mm, denn der Roboter muss durch eine Armatur in die Rohrleitung eingesetzt werden. Die Engstelle der Armatur hat einen Durchmesser von ca. 300 mm und das zu bearbeitende Rohr einen Innendurchmesser von ca. 450 mm. Dieser Durchmesserunterschied erforderte eine Schleifroboterkonstruktion mit variablen Teleskopzylindern für die Spann-/ Zentriereinheit und eine stabile zweistufige Motorzustellung.

Die Absaugeinheiten basieren auf dem gleichen Prinzip wie die Schleifroboter. Der Absaugschlauch ist mit einer motorischen Radialzustellung verbunden. Diese wiederum ist auf einer Rotationseinheit montiert, so dass es möglich ist, jeden Punkt im Rohr gezielt anzufahren und abzusaugen.

Vier der fünf Schleifroboter und eine der Absaugungen wurden bereits 2009 erfolgreich qualifiziert. Die Qualifizierung der verbleibenden zwei Roboter wurde Anfang 2010 abgeschlossen. Der Einsatz auf der Baustelle an der Westküste Finnlands ist für Mitte 2010 geplant.

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